Effiziente Behandlung von frontalem Engstand und Kreuzbiss bei Erwachsenen
Verwendetes System:
K Line Clear Aligners
Dauer:
30 Wochen (7 Monate)
Patientenprofil
Alter: 55 Jahre
Geschlecht: Weiblich
Hauptanliegen: Engstand im Ober- und Unterkieferfrontzahnbereich.
Diagnose und klinische Befunde
Eine umfassende klinische und radiologische Untersuchung ergab folgende Ausgangssituation:
Sagittale Relation: Beidseitige Klasse-I-Relation bei Eckzähnen und Molaren.
Platzdiskrepanz: Geringer Engstand im Oberkiefer und mäßiger Engstand im Unterkiefer.
Bisscharakteristik: Flacher Biss mit frontalem Kreuzbiss.
Zahngrößendiskrepanz: Bolton-Diskrepanz im Oberkiefer, lokalisiert auf zu klein angelegte obere seitliche Schneidezähne.
Parodontaler Status: Zahn #31 (unterer Schneidezahn) wies eine erhebliche parodontale Schädigung auf.
Behandlungsziele und Planung
Das primäre Ziel war es, den frontalen Engstand und den Kreuzbiss aufzulösen und dabei die stabile beidseitige Klasse-I-Okklusion im Seitenzahnbereich zu erhalten. Aufgrund der parodontalen Schädigung von Zahn #31 wurde ein Vorgehen mit gezielter Extraktion eines einzelnen Schneidezahns gewählt.
Die Extraktion von #31 erfüllte mehrere wichtige biomechanische und ästhetische Zwecke:
Löste den mäßigen Engstand im Unterkieferfrontzahnbereich effizient auf.
Erhielt die bestehende Klasse-I-Verzahnung der Seitenzahnsegmente auf der rechten und linken Seite.
Ermöglichte die Vertiefung und Verbesserung des frontalen Überbisses.
Glich die Bolton-Diskrepanz im Oberkiefer auf natürliche Weise aus, ohne restaurative Aufbauten an den oberen seitlichen Schneidezähnen zu erfordern.
Biomechanik und Behandlungsverlauf
Der Fall wurde ausschließlich mit K Line Clear Aligners behandelt. Eine der größten Herausforderungen bei Extraktionsfällen mit Clear Alignern besteht darin, ein Kippen der Nachbarzähne in die Extraktionslücke zu verhindern.
Um eine konsequente körperliche Zahnbewegung sicherzustellen und den „Achterbahneffekt“ zu vermeiden:
Vertikale rechteckige Attachments wurden an den Zähnen neben der Extraktionsstelle eingesetzt, um maximalen Halt für die Wurzelkontrolle zu bieten.
Präzise Mesial-Root-Tip-Mechanik wurde während der Phase des Lückenschlusses aktiv in die Aligner einprogrammiert.





Klinische Ergebnisse
Die Behandlung wurde in nur 30 Wochen (ca. 7 Monaten) erfolgreich abgeschlossen. Der frontale Kreuzbiss der Patientin wurde korrigiert, der flache Biss auf einen idealen Overbite und Overjet verbessert, und die Extraktionslücke im Unterkiefer schloss sich vollständig bei parallelen Wurzeln und gesunder parodontaler Architektur.
30
Wochen Gesamtdauer
0
Refinements erforderlich
100 %
Lückenschluss
Retentionsstrategie
Um die langfristige Stabilität der vertikalen, sagittalen und transversalen Korrekturen zu sichern, was bei einem parodontal vorgeschädigten erwachsenen Patienten besonders wichtig ist, wurde ein doppeltes Retentionsprotokoll umgesetzt.
Es bestand aus geklebten festen lingualen Retainern in Kombination mit herausnehmbaren Clear-Aligner-Retainern.
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Aligner-Systeme
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